Der Kern eines Transformators bildet den Magnetkreis und dient gleichzeitig als strukturelles Gerüst für den Hauptkörper. Transformatorkerne werden im Allgemeinen aus 0,35 mm dicken Siliziumstahlblechen laminiert und auf der Oberfläche mit Isolierlack beschichtet. Der Hauptzweck der Beschichtung des Kerns mit Isolierlack besteht darin, Kernverluste zu reduzieren:
Siliziumstahlbleche selbst sind Leiter. Unter der Wirkung des magnetischen Wechselflusses werden auch im Kern induzierte Ströme erzeugt.
Wäre der Kern nicht mit Isolierlack überzogen, würde er zu einem festen Ganzen werden, was einem Leiter mit sehr großer Querschnittsfläche entspricht. Da sein elektrischer Widerstand niedrig wäre, wäre der induzierte Strom extrem groß, auch wenn die induzierte Spannung nicht hoch ist. Dies würde zu massiven Wirbelstromverlusten führen. In schweren Fällen würde es dazu führen, dass der Kern überhitzt oder sogar schmilzt, ein Phänomen, das als „Kernausbrennen“ oder „Brand“ bekannt ist.
Nachdem jedes Blech mit Isolierlack beschichtet wurde, wird der Kern in viele Leiter mit kleinen Querschnitten aufgeteilt. Dadurch wird der Gesamtwiderstand deutlich erhöht. Obwohl in einem lackierten Kern immer noch Wirbelstromverluste (die Teil des Eisenverlusts sind) vorhanden sind, sind diese stark reduziert.
Daher werden Siliziumstahlbleche relativ dünn hergestellt und müssen mit Isolierlack beschichtet werden.