Es gibt drei Methoden zur Erdung des Transformatorkerns:
① Sowohl der Kern als auch die metallischen Strukturbauteile sind über den Öltank zuverlässig geerdet.
② Die Erdung des Kerns erfolgt zuverlässig über eine an der Oberseite des Öltanks herausgeführte Durchführung, die Strukturbauteile werden zuverlässig über den Öltank geerdet.
③ Sowohl der Kern als auch die Strukturkomponenten sind über separate, von der Oberseite des Öltanks herausgeführte Durchführungen zuverlässig geerdet (mit Isolierpappe zwischen den Kernsockelfüßen und dem Tankboden).
Die spezifische Erdungsmethode für jeden Transformator wird durch Normen und die Anforderungen der Betriebsabteilung bestimmt. Im Allgemeinen wird die dritte Methode typischerweise für Hochspannungstransformatoren mit großer Kapazität verwendet; die zweite Methode für diejenigen mit niedrigerer Spannung und geringerer Kapazität; und die erste Methode für Niederspannungsgeräte mit kleiner Kapazität.
Bei der ersten Erdungsmethode ist es unmöglich, den Öltank von außen auf Mehrpunkt-Erdungsfehler im Kern zu untersuchen. Die Diagnose kann nur durch langfristigen Leerlaufbetrieb in Kombination mit einer Analyse gelöster Gase (DGA) des Öls gestellt werden.
Bei der zweiten Erdungsmethode kann der Isolationswiderstand zwischen dem Kern und dem Öltank über das Erdungsdurchführungskabel gemessen werden (nachdem das Erdungskabel abgetrennt wurde), um festzustellen, ob im Kern eine Mehrpunkterdung vorliegt. Es kann jedoch nicht festgestellt werden, ob zwischen dem Kern und den Strukturkomponenten eine Mehrpunkterdung besteht.
Bei der dritten Erdungsmethode kann der Isolationswiderstand zwischen dem Kern und den Strukturbauteilen (sowie zum Öltank) separat über die jeweiligen Erdungsdurchführungsleitungen gemessen werden. Dies ermöglicht die Erkennung einer elektrischen Verbindung (Kurzschluss) zwischen dem Kern und den Stahlklemmen.